schulagschdanzln

text: w.v.wizlsperger
musik: heinz ditsch, paul skrepek


foalesung:
a gschdanzl faungd au, und head wieda auf
und waun am end dleid ned lochn daun legts no ans drauf

nau daun legn ma no ans drauf, und a des head daun wieda auf
wauns am schluß wieda nua fadruß gibt, kauns a sei das aun uns liegt

owa wauns daun wida ned lochn, daun dsiagn ma di krochn
und wea daun ned apladiad wiad auf da schdö füsiliad

und is hi daun des bublikum, bring ma uns söwa um
leida is daun 's konzeat foabei, des is di gfoa dabei

a gschdanzl wos kan witz hod, des haßd daun gedicht
owa waun a gschandzl a gedicht is, entbehrts auch an witz nicht

jo an reim und an ritmus muas a echts gschdanzl hobm
waun sa si fost goa ned reima tuat und a kan ritmus ned hod
dann handelt es sich sicha um a föschung

via zeun hod a gschdanzl
gaunz schdreng noch da reih
owa des hod nua drei

gestan & heint:
jo und gestan und heit, hod di sun so sche gscheint
hod no nia so sche gscheint ois wia gestan und heint

jo und heinte und gestan hods grocht wia im westan
s hod no nia grocht wia im westan, aussa heinte und gestan

und mugn fua an munat, do hods fiachtalich dunat
s hod scho efta so dunat ois wia muagn fua an munat

reimsparend:
jo, da ane mocht metta und da aundre brobleme
und da dritte mocht goa niggs, owa oin gehds sea guat

und da viate mocht bresln, und da fünfte an mist
nua da sechste mochts bessa und ea haut si in d gluat

keapa & geisd:
wauns da guad gehd daun loss renna, geds da schlecht daun dsa au
waunsd is rena lossd wauns da schlecht gehd, daun schdesd boid amoi au

weu waunsd ka hian hosd nua eia, daun gehsd sea leicht meia
nua mid eia und kan hian, jo do kaunsd nua falian

und des hian drukt mi im schedl, und da schedl drukt am hois
oinfois brennt im hois da schlund drin, ois aundre is gsund bliebm

nua da mogn is rewölisch, und di nian setzn aus
und beim pinkln brennts höllisch … i glaub i geh jezz daun zhaus

144a:
tatüü und tataa, die rettung ist nah
a waun d leich scho leichd dod is, mia foan driwa wauns rod is

is di leich scho leichd grün im gsicht, schoit ma ei 's blaue licht
daun noch das martinshoan, leitln des is a foan

liebe:
jo da brimbocha berti, dea schded sea auf die gerti
waun di gerti a am berti schde dad, daun kunnts sei das do wos geh dad

sie singd wia a aumschl, sie is gscheid wia dsehn robm
und sie wedsd gean i schnawal aun sein schboz, so a masn muasd hobm

gaunz schdeif und sea föamlich, hauma gestan diniat
untam disch hod die gräfin, d' schdeifn föamlich dawiagt

u-baun:
noch siebmhiatn zum wiatn, do gesd gscheida dsfuas
weu d' u6 bei siebm wiatn amoi dskuaz kuma muas

ob foaschein, ob fiadl, es hod ois sein preis
foan tua i liawa schwoaz, owa saufn nua weiß

brominenz:
sogt di ott zu da kraina: du da leina is meina!
sogt die kraina zu da ottn: reib dan ei den falottn!
weil mich füllt da kika aus, midsaumt sein möblhaus
mia teiln uns tisch und bett, und er kikt a sea nett

trifft da mulia den hiaschal, sogt: gris dich gott, biaschal
neilich hob ich dich in fernsehn gsehn, mit da mendt, 's woa sea schen!
sogt da hiaschal zum mulia: heasd fritz waun i schwul wa
daun brakkat i dan jezz gean eine bis zum schdeißgebeine!

trifft da hollenda den schenk, lond eam ei auf a glans getrenk
da schenk schreit: i wü an doppla! oda leich ma dei opa
a boa bia von da billa woit da schenk inhalian
in babia von sewilla deaf a jezz inszenian

ruaft da mozart in bach au, sogt: hauns huach ma zua
heasd gehs jo ned zu gach au, sunst schbeast schnö wieda zua
sogt zum mozart da bach drauf: heasd wos scheat denn des mi
i bin von haus aus eha zach drauf und sowieso scho laung hi

intaresant:
da weißgeawa boidl, dea hod si vaküd
dseaschd hod a nua a bissal gniaßd, owa daun ghuast wia wüd

da jaga hod gsogt, ea hod si sea blogd
wia as gamsal hod gschossn, doch ea hods auch genossn

a freind vo mein schwoga raucht malboro leit
hia und do kauft a si a bakkl hobby – grod wias eam gfreid

da wiat hod an dakkl, und dea hods min greiz
jo, da wiat mocht si suagn und in briaftroga gfreits

heit haums im radio gaunz deitlich gsogd
das muagn uma sechse in greizschdedn da gemeindrod togd

frog mi ned:
mia is im lebm nie wos gschenkt wuan, und i hob ma niggs gnuma a
i bin ois niemand gebuan wuan, schdeabm wea i ois nummara
zwaradreißg dreiazwanzg, ce te be ocht ka zwa
a em es neinasechzg sogt daun baba

 

tod:
hauts eam eine in d' gruabm, den fasoffanen suam
sön drei bfora schrein bei mein begräbnis, des wiad mei schenstes erlebnis

auf mein grobschda soins schreibm: ea woit nimma bleibm
kochn kena hod a genial, nua sei kunst woa banal

ea woa bei gott a schenie, owa gmeakt hod mas nie
weu wos bei gott genial is, fia di leid schdinknoamal is

jo kunst kummt von:
kunst ned schnölla singa das ma do wos weidabringa dan
waun ma nua wos weidabringd, wau ma schnölla singt
drah i mi ham!

nau jezz hea i zum singa auf, sunst ged eichs gimpfte auf
waun si iwan und i si, gawat i ma des nie

wia ma sogt:
a schnuaboad, a grochn, wia ma sogt: bolizei!
mea hau ma braktisch ned brauchd – mea wiads a ned sei

drei säag und a bfora, wia ma sogt: eine leich!
jezz brauch ma braktisch niggs mea – owa des is uns neich

a bia zu an gulasch is sogt ma: ein muss!
mea brauch ma braktisch a ned – und jezand is schluss