Kalksburg im August:

fisches nachtgesang

(Oster)Sonntag, 1. April 2018, 20:00, Stadtsaal, Wien
mach es wie die eieruhr mit Antonio Fian
Herr Fian präsentiert sein neues, im weitesten Sinn und etwas verkürzt als 'Bändchen Lyrik' zu beschreibendes Werk. Wir repräsentieren uns selber wie gewohnt dazu.
stadtsaal.at
droschl.at

Planmäßig und ohne gröbere Verletzungen durchgeführt:
Montag, 12. März bis Freitag, 16. März 2018

täglich 19uhr30 Weinhaus Sittl, Wien


alphamännchen im alfabett

Wir spielen (fast) das ganze Repertoire, das was sich in 21 Jahren angesammelt gehabt haben tut – der Einfachheit halber, aber auch aus Gründen übersichtlichkeit in alphabetischer Reihenfolge; nachstehend der vorausschauend geplante Ablauf:

Montag 1203: A bis D adé
Dienstag 1303 E bis H eh … ha!
Mittwoch 1403: I bis M ih bis em, kein einzig en!
Donnerstag 1503: O bis S oh! es …
Freitag 1603: T bis Z tecetera. traritrara? tecetera!

Die Liederliste im Detail können Sie hier einsehen: liederwochenplanmenu
sittl.at
richard weihs: zum goldenen pelikan

Samstag, 8. + Sonntag, 9. Juli 2017, Schrammelklang, Litschau
Zum x-ten Mal am Schrammelpfad.
Alles war's schon, nur nicht fad.
schrammel.klang

Donnerstag, 27. Juli 2017, 19:30, Theater am Spittelberg, Wien
'kurz vor fünf'
Das Jubeljahr 2016 ist vorbei! Jezernd geht's darum, die nächsten 20 Jahre würdig über die Bühnen zu bringen. Das Abendmotto, ein Zitat aus Goethes Faust …

Faust: Wie spät ist es?
Gretchen: Kurz vor fünf!

… lässt auf Großes hoffen.
theata spittel.at

Sonntag, 30. Juli 2017, 18:00, Kurhaus Semmering, Semmering
Gleich nach dem Abendessen: Ein Kurkonzert der Extrawurstklasse.
kultursommer semmer.ing

Sonntag, 4. Dezember 2016, zeitig in der Früh
anarchismus hin und her
heute fällt die wahl nicht schwer
noch ehe wir drei bier bestellen:
ein dickes kreuz für Wanda Bellen!
nehmens den alte

Freitag, 11. November 2016, 20uhr, dieBäckerei, Innsbruck
Reibts eich de boa Keksaln ei, mia woin die gaunze Bäckarei!
die bäckerei.at

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Wien im Rosenstolz
kollegium kalksburg: liebe, dod & baradeisa Ich bin Polizeibeamter und habe das Kollegium vor vielen Jahren nur ganz kurz in Weikenbrunn beim Kellergassenfest gesehen und zum Teil auch gehört; damals hat mich das von den drei Herren quasi pausenlos praktizierte Trinken im Dienst zutiefst abgestoßen – bei uns ist das ja, zumindest wenn wir auf Streife gehn, fast gänzlich unmöglich! Allein die Vorstellung, für diese künstlerische Darbietung auch noch freiwillig Eintritt zu bezahlen (in Weikenbrunn war alles inklusive) war mir so zuwider, dass ich mich mit meiner damals noch minderjährigen Tochter Gerda schnell ins nächste Presshaus flüchtete. Nun, ein, zwei Jahre später hat sich meine Tochter dann mit einem von den Dreien was angefangen und einige ihr geweihte Lieder sind sogar auf Tonträgern erhalten. Drum hab ich mich überreden lassen und das Spittelbergkonzert im Juli angeschaut und auch zugehört, und ich muss ehrlich sagen, auch wenn in der momentanen Aufführungspraxis die Gerda inzwischen ausnamslos durch eine gewisse Gabi ersetzt wird, und, wie mir die Gerda gestanden hat, sehr viele ihr unbekannte Lieder gespielt wurden, das war die € 18,00 durchaus wert. Das sogenannte Operngolasch im Kurgasthaus in Laa kostet € 16,00, wenn man dann aber noch ein Bier dazurechnet kommt man leicht auf weitaus mehr – so gesehen war das Konzert wesentlich günstiger, wenn auch nicht so sättigend; ich werd sie mir auf jeden Fall im Rosenholzrahmen wieder anschaun, auch wenn die Gerda nicht mehr mitgehn will!
wogrand pribil, groß harras

als dreia noch zigaretten waren Im Jahr 2011 feierten die Kalksburger ihr 15-jähriges Bestehen oder Aussitzen als Wienerlied DinglDangl Kapelle mit einer dreitägigen, umfassenden Werkschau am Spittelberg. Inzwischen ist auch schon wieder viel (zuletzt viel zu viel) Wasser die Donau hinuntergepritschelt und jeder der drei 63er konnte/musste/durfte heuer feierlich-gefasst seinen 50. Geburtstag hereinbrechen sehen, und somit ... apropos Donau: Zuerst wurde die Produktion der Zigarettenmarke 'Donau' eingestellt, dann waren die 'C' (mit ganzen Stücken) dran, und bald darauf auch noch die letzten klassischen Beischlreißatschik: die 'Dreia'! – die waren zwar stets in aller Munde, wurden aber scheinbar kaum geraucht. Und zuletzt, last battn liest, wurde gleich die ganze schöne ösdareichische Tabakindustrie verscherbelt; und jetzt ist endlich Ruhe im Karton, und wir können uns ganz auf die hin und wieder ein bisserl kränkelnden Banken concentriren; aber immerhin sind deren Produkte (???) nicht so ungesund, wenn man/frau nur rechtzeitig drauf schaut, das man's hat, wenn man's braucht – und wenn Sie sich an dieses Sprücherl noch erinnern können, dann sind Sie ziemlich sicher schon 'too old for rock 'n roll', auch 'too old to die young', für's Kollegium aber hoffentlich doch noch halbwegs jung genug.
Probieren Sie's aus, die machen auch niggs andres ...
Ferdinand 'der Paderborner' Pribil

28. Mai 2015. Wiener Konzerthaus. Mozartsaal.
Kollegium & Klangkombinat Kalksburg
Von Kunst hatt' ich noch keine Ahnung, religiös veranlagt war ich nie, als Kind war mir drum vieles heilig, z.B. am Schulweg: Die drei Sprünge im Trottoir, drei ausgesuchte Wurzeln am Weg durch den Park durften keinesfalls mit dem einen oder anderen Schuh berührt werden und mussten(!) mit dem rechten Fuß zuerst überschritten werden; das Klassenzimmer konnte ich nur nach drei Drehungen um die eigene Achse, peinlich genau zentriert im Türrahmen, betreten – ich hab' nie darauf vergessen, folglich fiel mir das Lernen immer leicht. Bei Tisch: Auch wenn's keine Suppe gab, so bestand ich – oder besser: bat ich doch die Mutter, mir trotzdem neben Messer und Gabel auch noch einen Löffel hinzulegen; meine Leibspeise war das dreigängige Menü, die Speisen waren mir wurscht, dreimal Buchstabensuppe wär' mir auch recht gewesen. Im Fernsehen: erst die "Drei kleinen Schweinchen", später dann die "Drei Musketiere" und "Drei Engel für Charlie". – Mein Lieblingsbuch war "Der dritte Polizist", meine Lieblingsband "Die drei Tenöre", mein liebstes Ausflugsziel war Maria Dreieichen, Trinidad das Land meiner Sehnsucht – kurz: Die Dreizähligkeit war für mich das Gute schlechthin, die Neun der Inbegriff des Göttlichen, die 27 aber weit außerhalb meiner kindlichen Vorstellungskraft. Und so ist es bis heute geblieben. Wenn also am 28. das Kollegium Kalksburg selbdritt die neun schönsten (Wiener)Lieder aus seinem Repertoire singen und spielen und danach hinauf zum neunköpfigen Klangkombinat wachsen wird, wird dann nicht vieles, "was noch kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat" in einer 90-minütigen Weihestunde sicht- respektive hörbar werden? Ich glaube schon.
Otto Karl Pospichal

Samstag, 6. Juli, circa 23:30, Litschau am Herrensee
Die 7 Hauptlaster und -freuden
Kollegium Kalksburg + die glorreichen Vier
H. Bohatsch, A. Steinbach-Ditsch, S. Steiner, M. Zrost

Eine textlich-musikalische Meditation über die 7 und was uns die Summe aus GUT (3) + BöSE (4) so alles zu (er)zählen hat; z.B. 7 Jahre Schrammelklang, das verflixte 7te Jahr, 7 dag Mehl für 7 Portionen Semmelnknödeln, die 7 biblischen Plagen, die 7 Weltwunder, -meere und Wochentage, der 7te Himmel und natürlich die 7 Hauptlaster (Achtung: Todsünden!) und deren lebensbejahende Umdeutung in die 7 Hauptfreuden wie Essen, Trinken, usw. Auf der Zetschenwiese, rund um Mitternacht, 7 Stunden nach siebzehn Uhr, unter den 7 Hauptsternen am großen Himmelswagen. Am Sonntag bespielen wir – ohne die glorreichen Vier – dann noch zwei Naturbühnen in gewohnter Manie.
schrammelklang.at

Kollegium Kalksburg "Höchstpersönlich" Tour 2012 Hat ein Abend mit dem Kollegium Kalksburg etwas sehens- oder hörenwertes – oder gar beides! – zu bieten und wenn ja, was könnte das wohl sein? Nun, ich habe zwar schon sehr vielen, ja eigentlich fast allen Konzerten der Kalksburger beigewohnt, da ich aber noch keine einzige Darbietung aus der Perspektive des Publikums miterleben durfte, sondern immer "gern vehement die Plastiktüte blasen" musste, wie irgendwann einmal in der Süddeutschen Zeitung zu lesen war, kann ich die erste Frage aber nur mit einem zögerlichen '... ja, möglicherweise schon' und die zweite gar nicht beantworten – und drum, jetzt praktisch Hirnidee, frag ich unser Fachpublikum, die Kritiker_innen: "Die abgehackten Dialoge wirken improvisiert, die Gestik ist skurril bis wahnsinnig ... es ist immer wieder frappierend, wie perfekt hier die Panne geplant ist ... der Wein fließt in Strömen. Kein Zweifel, das ist kein sogenannter Bühnenwein ..." war z.B. irgendwann in der Passauer Neue Presse zu lesen. Ja, möglicherweise floss der Wein in Strömen, und sicherlich war's kein Bühnenwein; aber die abgehackten Dialoge wirkten nicht nur, sondern waren auch improvisiert; und Pannen hat's sicher gegeben, aber die sind halt einfach passiert und waren garantiert nicht 'perfekt geplant'. Dann wieder in der Süddeutschen: "... fallen den Dreien genügend Varianten ein, um die Litanei aus Saufen, Siechtum und Tod nie monoton werden zu lassen." – Die 'Varianten' waren sicher perfekt geplante Pannen. Samir Köck erwuchsen in der Presse "... aus flaschengrünen Pathos-Splittern, präalkoholischer Aggression, postalkoholischer Weinerlichkeit und exzessivem Selbstmitleid monströse Wiener Gestalten." – Getrunken wird scheinbar immer! Interessante Vergleiche stellt derEnnstalerIn unter der überschrift 'Rock 'n Roll!' an: "Werden die Strottern meistens in einem Atemzug mit den Beatles genannt und das Trio Lepschi gerne mit den Beach Boys verglichen, so weiß man beim Kollegium immer nie nicht so recht wohin damit: Stones, Zappa ... oder doch Heinz Conrads?" Usw. usf. ... und so könnten wir noch lange weiterplaudern, aber da das Wesen eines Kurztextes die Unterlänge ist, komm ich zum Schluß und auf eine Kurzformel:
weltformel
Zum Nachrechnen: AAA = Aktionismus, Anarchie und Alkoholismus ...
Aber!: der Aktionismus ist halbherzig, die Anarchie halbseiden und getrunken wird immer weniger als halb so viel wie's ausschaut.
Das ist die Wahrheit! Herzlichst dasKollegium

25. Dezember 2012, 20:30 Porgy & Bess
Kollegium Kalksburg 'weid sama kuma'
Liebes Tagebuch!
Heute ist, wie schon des öftern in meinem Leben, Mittwoch, der 10. Oktober. Neu hingegen ist die Jahreszahl dahinter: 2012. Aber was hilft's? Gestern hat der Christoph – übrigens mit einer Selbstverständlichkeit, als gäb's keine anderen Probleme auf der Welt – für unser Porgy-Konzert im Dezember einen Ankündigungstext bestellt; draussen hat es 20 Grad (Celsius), die Sonne hat eine etwas melancholische Julilaune, ich hab sehr schlecht, oder besser: sehr seicht geschlafen (aber doch wieder viel Nachtschweiß), ein eher frugales Frühstück (7 ungesalzene Erdnüsse) eingenommen, und zu all dem überdruss soll ich jetzt auch noch wissen, wie ich mich am 25. Dezember – bei Schneesturm- oder Regen, Tief- Hoch- oder anderen Benebelungen, Glatteis, Matsch, fast zwei Monate nach Allaseelen und falls überhaupt noch – fühlen werde! Sicher nicht so gut wie Heute, obwohl, ich erwähnte es bereits, mein Schlaf nicht grad erquicklich war und sich auch mein altes Knieleiden nach der Sommerpause wieder zaghaft zurückmeldet. Aber 'Gott sei Dank!' – der Blutdruck ist normal (Messung um 9uhr53), jedenfalls im Sinne der zur Zeit von der ärtzt_innenschaft gepredigten Normalität; das ändert sich ja mindestens alle 10 Jahre! Aber was red' ich da schon wieder? Du interessierst Dich ja doch nicht für meine 'kleinen' Wehwehchen, und das lässt Du mich leider sehr oft nur zu deutlich spüren, liebes Tagebuch! Ja, ich könnt natürlich schreiben, dass wir unsere neue CD vorstellen werden/möchten; was aber, wenn wieder so eine Panne wie neulich mit der 'schee is wos aundas' passiert und das Machwerk nicht rechtzeitig fertig wird (wär natürlich eine Katastrophe, ich sag' nur 'Weihnachtsgeschäft')? Und: Ja, natürlich! ich könnt den Abend auch mit dem voraussichtlichen CD-Titel 'weid sama kuma' überschreiben, aber Du kennst uns ja, im letzten Moment, also wenn wir quasi schon mit einem Fuß (oder Bein?) in der Druckerpresse (oder so) stehen, fällt uns dann doch wieder ein anderer (ich schreib ganz bewusst nicht 'besserer') Titel ein, und wie stehn wir da dann wieder da?! Aus diesen und noch vielen anderen Gründen – hauptsächlich aber, weil's bald zu spät für's Mittagsmenü zu werden droht – werd ich dem Christoph jetzt schreiben, er soll einfach 'Pioniere, Wie Immer!' oder irgend einen anderen Blödsinn in sein Kasblattl schreiben und damit hatsichs. Und wenn er bös ist, tut's mir leid, aber nächstes Jahr bin ich dann eh schon in Pension, hoffentlich ... Mahlzeit!

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Sonntag, 22. April 2012, 11:00 a.m. Vormittag, Porgy & Bess, Wien
Klangkombinat Kalksburg «frooh show pan II»

Der faule Schlaff ist nicht den wachen Musen hold
Die frühe Morgen-Zeit bringt Phöbus-Söhnen Gold.

... da es nicht sehr viel Neues zu berichten gibt, lassen wir uns vom Datum unseres nächsten – und letzten vor der Sommerpause – frooh show pans inspirieren und gedenken dem wohl bedeutendsten Vertreter der Zweiten Schlesischen Schule, Hans Aßmann Freiherr von Abschatz, dessen Todestag sich just am 22. April zum 313. Mal jährt. Er schrob viele bemerkenswerte Langgedichte, die aber, wie sich denken lässt, an dieser Stelle zu viel Zeit und Raum beansprucherten und dessenthalben von uns auch gäntzlich weckgelaßen geworden sint; aber ein paar Sprüche – deren Sinn sich modernen Ohren nicht immer gantz zur Gänze erschließt, wie z.B.: 'Ist ein Kressel in der Taschen / Mustu nicht Lampreten naschen.' – also ein paar Sprüche gehn sich schon aus: Zum Thema Frühschoppen bemerkt der Dichter treffend: 'Glücke wird gar selten alt / Lust und Schmertzen wechseln bald: / Den der Morgen hoch sieht fliegen / Schaut der Abend wieder liegen.' Für Oskar Aichinger hat der Freiherr auch ein gutes Wort: 'Man mißt den Mann nicht nach der Elen aus; / Offt hat ein grosser Geist ein kleines Haus.' Für Sänger_innen: 'Laß deinen Mund verschlossen seyn / So schluckst du keine Fliegen ein.' Für Alkoholiker_innen: 'Soll die Mühle fertig gehn / Darff sie nicht im Trocknen stehn.' Für Dichter_innen: 'Der Schleiffstein schärffet nicht / man muß ihn vor begüssen; / Trinckt ein Poete nicht / so wird der Reim nicht flüssen.' Aber nicht nur HallyGally, auch so manches, das was zum Nachdenken verleiten könnte, ist beim Aßmann noch zu finden: 'Wie vielen hat der Wein das Leben abgestohlen / Es fallen ihrer mehr durch Gläser als Pistolen.' Auch eine Mahnung für alle Kreuzfahrtkapitän_innen hat unser Jubilar parat: 'Nicht zu weit auff hohe See / nicht zu nah auch am Gestade! / Dort kömmt offt von freyem Sturm / hier von blinder Klipp ein Schade!' überhaupt, unser Abschatz dürfte über eine verblüffend grosze seherische Gabe verfügen, auch wenn die diversen National-, Fundamental-, Kapital-, Fesch- und sonstige -ismen damals wohl noch nicht so erforscht waren, wie sie es heute sein sollten: 'Alles wird numehr schlimmer auff der bösen Welt / Welche stets zurück und in tieffern Abgrund fällt.' Ja, ja. Wir aber werden wie immer bemüht sein, einen juliennenen Querschnitt aus selbstgezogenem Kraut und gestohlenen Rüben zu bieten.
Bleiben Sie uns gewokt und vielen Dank für Alles.
Für das Kombinat: Freiherr Winzmann von Perger

Sonntag, 19. Feber 2012, 11:00 a.m. Vormittag, Porgy & Bess, Wien
Klangkombinat Kalksburg «frooh show pen» Jetzt werden die Tage auch schon wieder länger! Aber – ganz egal wie kurz oder lang der Tag gerade ist – geredet wird sowieso immer viel; so war z.B. zu hören, dass das Klangkombinat Kalksburg (ehemals Kalksjazz Stageburg) jetzt eine kleine Frühschoppenserie im Porgy anreisst. Quasi so gut wie fix fixiert ist bis jetzt aber einmal nur der 19. Febra. Weiters gilt als mehr oder weniger gesichertes Gerücht, dass der Herr Intendechant Huber den p.t. Concertbesucher_innen 1 (in Worten: ein) 50 Liter-Fass Bier (sollten Sie jetzt einmal hergehen wollen und rechnen, dann wären das normal fast 100 Krügeln) spendieren will. Hoch! Bravo! Was wird weiter so geredet? – z.B. dass die überlegung im Raum herumsteht, ob es nicht recht und billig wär', extrakt für diese eine Veranstaltung die schönen Porgy-Möbel durch Biertische und -bänke zu ersetzen und – dazu passend – das weltläufig-freundliche Porgy-Personal trachtig-resch in Lederhosen und Dirndln aufmarschieren zu lassen. Bravo! Wacker!
Kurz angedacht, aber am 'Ende des Tages' infolge finanztechnischer überlegungen gleich auch wieder verworfen, wurde der Gedanke einer Zutrittsbeschränkung: Nur wer vorher die hl. Messe (Samstagabendmesse gilt nicht!) besucht hat und dafür auch einen glaubhaften Nachweis (Stempel?) erbringen kann, sollte danach auch in den Genuss der musikalischen Früchte kommen dürfen. Ein durchaus rechtschaffener Gedanke, der aber leider ohne ein christlich-abendländisches Kultursponsoring nicht zu verwirklichen sein wird.
Und die Musik? Da werden wohl so wie immer Äpfel quer durch den Gemüsegarten mit Birnen verglichen werden.
Ein Prosit, ein Prohosit der Gemüh-hüh-thlich-keiht!

Sonntag, 25. Dezember 2011, 20:30, Porgy & Bess, Wien
Kollegium Kalksburg: Ausgejubelt!

Ort und Zeit: Aida, Advent
Gerda:
Du, ich seh da grad, dass am Christtag die ...
Gabi:
Steht in deinem Kalender vielleicht auch so eine blöde Zahl daneben oder ist das immer noch der, den was du bei Radio Maria gewonnen hast?
Gerda: Du bist so deppat! Der Christtag ist der 25. Dezember, das weiß doch ein Jeder!
Gabi: Ein Jeder vielleicht, ich nicht. Apropos – wer hat denn heuer den Jedermann gegeben?'
Gerda: Der Off-Tscharek glaub ich; – also ich finds eigentlich blöd, dass jetzt die Männer auch schon so Doppelnamen haben. Ich mein, wo kämen mir denn da hin, wenn jetzt beispielsweise die Tochter vom Off-Tscharek den Buben von der z. B. Tschurek-Bauernfeind heiraten tät und die kriegerten dann – mit Gottes Hilfe – ein Kind und tauferten das Tamara-Maria, dann würd das dann ja ...
Gabi: Ja, ja, ich weiß schon, auf was du hinaus willst, aber das werden wir hoffentlich eh nicht mehr erleben.
Gerda: Glaubst echt?
Gabi: Ich glaube nicht, ich hoffe! Aber jetzt wirds langsam eng ...
Gerda: Wer?
Gabi: Na ja, weißt eh, wegen meinem Gelübde.
Gerda: Frühzeitig durch Gelübde zur Zuckerbäckerin bestimmt?
Gabi: Nein, das andere, wo ich statt der Firmung gelobt hab, dass ich mir kein Stück mehr anschau, wo ein Schauspieler mitspielt, der schon einmal den Jedermann gegeben hat.
Gerda: Jetzt wie? Den Simon-Yschek auch nicht mehr? Wie haltest denn das aus?
Gabi: Na ja, irgendwie muss es halt gehen ... Du, ich muss jetzt dann gleich weg,
was ist denn da jetzt an deinem 'Christtag'?
Gerda: Was? Wann?
Gabi: Am 25. Dezember, du hast gesagt, du siehst grad ...
Gerda: Ah so, ja, also da spielt die Dreieinige Einfalt beim Christtopf Porgy-Huber-Bess ...
Gabi: Na, dem seine Kinder sind ja noch ärmer dran als die vom Off-Tscharek!
Gerda: ... also eigentlich heißen die ja Kollegium Kalksburg, und die spielen zum höchstwahrscheinlich letzten Mal ...
Gabi: Geh bitte, hör mir auf, nicht schon wieder dieser blöde Auflösungsschmäh! Den haben die schon vor fünf Jahren gemacht – und da wär's schon längst zu spät gewesen!
Gerda: Lasst du mich bittedanke einmal ausreden?! Das Kollegium Kalksburg spielt das wahrscheinlich letzte Concert im Jubel-Jahr 2011! Gabi: Das wär auch ein schöner Name: Gerda Jubelahr-Kernstock.
Gerda: Du bist aber echt deppat! Immerhin, eine wirkliche Dame, übrigens eine gute Freundin vom Diakon der Militärdiözese Hohenruppersdorf, hat erst letztens nach einer kurzen Darbietung der Kalksburger im Refektorium vom Mistelbacher Chorherrenstift zu mir und dem Ferdi Krammetzeder-Dinkel und was weiß ich wer da noch beiananda gestanden ist, es war ja ein Riesendurcheinanda, die hat gesagt: 'Also ich habe mir absolut nichts erwartet – und dann wurde ich dennoch enttäuscht!' – und da willst du schon wieder gscheiter sein?!
Gabi: Na ja, möglicherweise ist genau das das, was die Menschen so landläufig unter 'Kunst' verstehen ...

Alsernt: Kommen Sie erwartungsvoll; und gehen Sie hoffnungsfroh hernach nach Haus'

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14. Oktober 2010, 20:15, Blue Tomato, Rudolfsheim5Haus, Wien
Das Große Kalksjazz Stageburg (der Name wird bald geändert) Revival
im sympathischsten Jazzclub von möglicherweise der ganzen Welt = blue tomato.sisi
Wurmsergasse 21, 1150 Wien, U3 Johnstraße

Kalksjazz:
Oskar Aichinger: piano, vocals
Thomas Berghammer: trumpet
Hannes Enzlberger: bass, tuba
Christian Gonsior: saxophones
Clemens Hofer: trombone
Martin Zrost: saxophones, clarinets, vocals

Stageburg:
Heinz Ditsch: accordion, singin foxtail, vocals
Paul Skrepek: drums, vocals
W.V.Wizlsperger: vocals, euphonium, comb

Tuturieu
aus der mäßig beliebten Reihe 'Eher nichtssagende Microdramen aus dem wienerischen Alltag'

«Du, Schatz, gehst mit mit mir am 14. ins Casino? Da gibts 1000 Euro Begrüßungsjetons und ausserdem habens 7fach-Jackpot!»
«Ganz unmöglich, Liebes! Am 14. muß ich ins Blue Tomato auf ein Konzert. Du, ich glaub, das wird was ganz was Bsonderes.»
«Ganz was Besonderes? Gibts denn Nackttänzerinnen?»
«Aber geh, Dummerl, so was Blödes!»
«Na, dann wird vielleicht eine Live-CD aufgenommen, und du willst 'Frechheit, sowas!' in die Aufnahme reinschrein?»
«Nein, das is ja schon fad.»
«Kommt der ORF – oder gar der Landeshauptmann!?»
«Auch nicht, is ja viel zu wenig Platz dorten drinnen.»
«Ah, jetzt weiß ichs: Der HC kommt und zahlt drei Krügel Bier!»
«Aber woher denn, der is ja schon lang tot. Leider!!! Und wieso sollt er drei Krügel Bier zahlen? Das hat er ja gar nicht notwendig, und leisten könnt er sichs wahrscheinlich auch nicht.»
«Jetzt fallt mir schon bald nichts mehr ein ... oder doch: die Fanny! Die Fanny wird dort sein!»
«Was kommst mir immer mit der Fanny daher! Ich hab dir schon hundertmal erklärt ... und überhaupt, ich hab ja gsagt 'was Bsonderes' ...»
«No, dann hab mich gern, sollst glücklich werden mit deine Hannys und Fannys! Ich geh ins Casino und zwick mir einen reichen Chineser auf!»
«Erstens: Ich hab dich nicht gern sondern 'Ich Lieb Dich'! Und zweitens: Du braucherst ja nur einmal fragen ...»
«Hahaha! Aber bitte: Was wird denn also so bsonders sein am 14. in der verrauchten Tschumsn?»
«Na ja, ALLES ... oder, genauer gesagt: Eigentlich eh niggs!»

ein rucksack voller träume
Photo: Dank an Max Moser

Samstag, 26. Juni 2010, 21:00, Porgy & Bess, Vienna
Kalksjazz Stageburg + Gäste* «rooh somethd»


endenburg

*Stargäste werden und sind angefragt; Details folgen ...
... und da sind sie schon: Angefragt wurden und zugesagt haben
Frau Anna Hauf und Herr Helmut Bohatsch. Wir freuen uns sehr!

Kalksjazz
Oskar Aichinger piano, vocals
Thomas Berghammer trumpet
Hannes Enzlberger bass, tuba
Christian Gonsior saxophones
Clemens Hofer trombone
Martin Zrost saxophones, clarinets, vocals


Stageburg
Heinz Ditsch accordion, singin foxtail, vocals
Paul Skrepek drums, vocals
W.V.Wizlsperger vocals, euphonium, comb

Die Leute scheitern gewöhnlich kurz vor dem Erfolg.
Widme also dem Ende so viel Sorge wie dem Anfang,
dann gibt es kein Scheitern.

Laotse, Tao Te King

Aus. Vorbei. Schluss. Ende. Unvergessen!
Vielleicht endgültig zum wahrscheinlich letzten Mal wird das Klangkombinat Kalksjazz Stageburg in den Räumen der geschützten (vor Donauinselfest & Wödmasdaschofd) Stagebandwerkstätte Porgy & Bess fast Alles (ausser das Letzte) geben. Höchste Zeit und Eisenbahn also für verbindliche Danksagungen!
Wir danken herzlichst:
Allerallererstens natürlich dem p.t. Publikum, das manche Abende sogar mehrfach besucht hat und meistens bis zum Schluss geblieben ist! Weiters: Dem Herrn Direktor Huber für seine launigen Ansagen und dafür, dass er uns für wenig Geld so viel Vertrauen geschenkt hat; dem Herrn Toningenieur Ulrich Göbel für seine grenzenlose Geduld und seine unüberhörbare Kompetenz; den wechselnden BeleuchterInnen und Bühnenhänden, die namentlich zu nennen aus arbeitsrechtlichen Gründen leider nicht möglich ist; den Damen und Herren hinter der Porgybudel, die, und das nicht nur einmal, ausnahmsweise sogar an Betrunkene und Angeheiterte alkoholische Getränke abgegeben haben! Weiters: Herrn Max Moser, der uns ganz oft genau so photographiert hat wie mir wirklich sind; allen Bandmitgliedern, die (wir wissen, wer gemeint ist) in nächtelanger, einsamer, unbezahlt- und bislang auch unbedankter Arbeit so viele schöne Arrangements geschrieben haben; allen Bandmitgliedern, die (w.w.w.g.i.) keine schönen Arrangements geschrieben haben und nächtelang was anderes gemacht haben, dafür aber umso schöner gespielt haben; und, lahsd battnd liest, unseren Eltern (w.w.w.g.i.), ohne die vieles nicht möglich gewesen wäre.
Und jetzt (resp. dann)? "Soll das alles dann verschwinden, versinken in der Großhirnrinden?" Komm sieh, komm sah! wie der Lateiner/die Lateinerin sagt ... jetzt gibts dann irgendwann einen Tonträger mit einer Auswahl der schönsten (d.h. halbwegs fehlerfrei gespielten) Lieder und Instrumentalstücke.
"... ach, alles wurd' auf Band gebannt? Na, da sind wir schon gespannt!"
Ja, wir auch! ... und weil jeder Abschied ja irgendwie sozusagen angeblich quasi ein kleiner Tod sein soll, lassen wir den Herrn Nietzsche, wie schon so oft, das mehr oder weniger passende letzte Wort haben: "Durch die sichere Aussicht auf den Tod könnte jedem Leben ein köstlicher, wohlriechender Tropfen von Leichtsinn beigemischt sein - und nun habt ihr wunderlichen Apotheker-Seelen aus ihm einen übelriechenden Gift-Tropfen gemacht, durch den das ganze Leben widerlich wird."

Treten Sie ein, weil dann ist's aus! (Herzlichst, WVW)

PS: Nur die fehlende Hoffnung auf ein Wiedersehen macht einen leidvollen Abschied.
Achim Schmidtmann, spruecheportal.de

24. Februar 2009, Fasching(s)dienstag, Aktionsradius Wien
MARATHONMONSTERKONZERT: ALLE CIRCA 101
Wir bringen alle seit dem Jahr 1996 irgendwann und irgendwo mit dem Kollegium auf allen Konzertbühnen der wienerischsprachigen Welt je vorgetragenen Lieder in alphabetischer Reihenfolge (von A bis Z) zum Vortrag (ca. 101). Da das wohl einige oder gar mehrere Stunden dauern wird und alle Beteiligten an den Rand ihrer physischen und psychischen Belastbarkeit führen wird, wird eine ärztin unseres Vertrauens allen Anwesenden gratis zur Seite stehen (Achtung: Zahnbehandlungen werden leider nicht angeboten).

Beginn: 19:30
Eintritt: 0 -18 Euro (Ausdauerbonus bzw. Austrittspreis)
Frühstück pünktlich um Konzertende
Gaußplatz 11, 1200 Vienna
aktionsradius.at

Anm.1: 80 ist (war) untertrieben, es werden (wurden) genau 101 Titel zum Vortrag gebracht.
Anm.2: Das Konzert wurde um 8:48 mit dem Lied Nummero 101 in aller noch zur Verfügung stehenden Würde beendet.

Samstag, 19. Jänner 2008, 20uhr, Orpheum Wien
Ich wollte wie Orpheus singen Reinhard Mey

Meine Lieder, die klingen nach Wein
Und meine Stimme nach Rauch,
Mag mein Name nicht Orpheus sein,
Mein Name gefällt mir auch!

Meine Lyra trag' ich hin,
Bring' sie ins Pfandleihhaus.
Wenn ich wieder bei Kasse bin,
Lös' ich sie wieder aus.

Kein Fels ist zu mir gekommen,
Mich zu hören, kein Meer!
Aber ich hab' Dich gewonnen,
Und was will ich noch mehr?!

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