nua nix neiches
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Analogmix und -mastering:
Thomas Pronai



Die Aufnahmesituation in Thomas Pronais Pusztastüberl.
Zwar im Bild, doch nicht zu sehen: Heinz Ditsch


Herr DI Arnold Gundelstedt-Brodl schickt uns folgende Frage:
Ja, was heißt denn da AAA?


Tja, AAA steht für Analog aufgenommen (recording), Analog gemischt (mix) und Analog gemeistert (mastering); das ist alles gut, schön und – vor allem, wenn man eine Schallplatte produziert – auch durchaus sinnvoll. Aber für uns Computerverwöhnte Fratzen hält dieses Verfahren auch die eine oder andere Tücke bereit, aber dazu später. Zuerst wollen wir einmal den Begriff Analog klären: Analog ist jedenfalls nicht (wie manche glauben) eine Beschuldigung mit zwei Rechtschreib- oder Tippfehlern (richtig wäre natürlich: Anna log!) sondern behauptet sich in erster Linie im Gegensatz zum Dialog – von dem wissen wir ja wiederum alle, was der ist oder sein soll: die Abbildung (Dia) vom logos, der wiederum als logos spermatikos, der Vernunftkeim, angeblich in jedem (insbesondere beseelten bzw. vernunftbegabten) Wesen anzutreffen sein soll. Was aber ist dann im Gegensatz dazu Analog? Das griech. Präpositron aná kann vieles heißen (Hörbeispiel: Horst Chmela: aná hod imma des bummal), in diesem Fall aber ist die Bedeutung wider wohl die zutreffendste, da es gegen alle Vernunft, also quasi widersinnig ist, sich sowas im 21. Jahrhundert, mehr als 50 Jahre nach der Mondlandung, anzutun; z.B. ist da keine Nachbearbeitung am Elektronenrechner möglich: kein Nachstimmen von zu hohen oder zu tiefen Tönen, kein hin- und herschieben von zu frühen oder zu späten Gesangs- oder Instrumentaleinsätzen, kein Lauter-, Leiser-, Langsamer- oder Schnellermachen von ganzen Orchestern oder auch nur einzelnen Orchestergruppen (z.B. Trompeten und Posaunen leiser), da gibts kein Herausschneiden von missglückten Passagen und ersetzen durch kurz einmal einmalig großartig gelungenen Interpretationen, da gibt's kein Gschisti und kein Gschasti, oder, wie man bei uns im Burgenland gerne zu sagen pflegt: woß liegd, des biggd! … Ja, im Burgenland, genauer in der Osliper Chellymühle, haben wir im von uns so genannten Pusztastüberl dieses Machwerk in zwei langen Stunden in die Tonbandmaschine vom sehr geschätzten Herrn Thomas Pronai hineingeklopft. Einige, besonders die, die die Scheibe schon erworben haben, äußerten sich dementsprechend mit viel Lob und Anerkennung: so klingts owa a! oder jezz wundat mi nix mea! und dergleichen – und wenn Sie mitreden wollen, dann kommen Sie doch dann (noch ist das Machwerk nicht im Handel) zu einem Konzert oder gehen Sie in den Krimisalon oder zu moses-records, kaufen Sie sich eine und machen Sie sich selbst ein Bild.
Aber Vorsicht: das Ohr hört mit!


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