kirke
w.v.wizlsperger / h.ditsch

Die Kirke aber führte sie hinein und ließ sie auf Sessel und Throne sitzen, Käse und Mehl und gelben Honig verrührend mit pramneischem Wein; doch mischte sie noch in die Speise böse Kräuter, damit sie das Vaterland gänzlich vergäßen.

Aber nachdem sie´s gegeben und die es getrunken, da schlug sie gleich mit der Gerte an sie und sperrte sie ein in den Kofen. Die nun hatten von Schweinen die Köpfe, die Stimme, die Borsten und die Gestalt. Also waren sie eingesperrt und weinten; doch Kirke warf ihnen Eckern und Eicheln vor und Kornelkirschfrüchte wie´s die am Boden sich sielenden Schweine zu fressen gewohnt sind.

Nachdem sie aber so getan hatte, sprach sie zum hehren Odysseus: Auf denn! Stecke das Schwert in die Scheide und lasse uns dann unser Lager besteigen, auf dass wir, in Lager und Liebe miteinander vereint, uns gegenseitig vertrauen ...

i beschdeig weda dei loga und scho goa ned no di
i bin zwoa a glanes schweindal nua saubled woa i nie
i bin ned wo augrend das i grod dia no vatrau
weu i waß gaunz genau:
zeaschd weimpalsd di ei und daun mochsd mi zua sau

geh red ned so schiach und bogg ei dein degn
waunsd du di zu mia legsd daun wea i di ned legn
und wegn deine hawra, de saubean, do tua da nix au
de fün si sauwoi, grod deckns a sau

mei sawü bleibd draußn und mei zumpfal wo´s is
und du kaunst mi moschaln mid dein valoganen gfriß
i was wos do orend, des siech i da au
zeaschd lossasd mi driwa und daun mochsd mi zua sau

i kenn mi scho aus mid so buaschn wia dia
zeaschd fians große schbrich und daun griagns wache knia
drum fia di ned auf, i geh ei jede wett
jetz bisd no goschat, owa boid winslsd im bett


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waun do si wea auskend, daun bin des imma no i
i bin zwoa ned glicklich, owa letztendlich doch a scheni
i bin sea ofd entdeischd wuan, und voa oim von die weiwa ...
owa guad, waunsd wettn wüsd, wett ma, owa daun foa i weida!

du hosd is ned leichd ghobd, des waß i jo eh
i red nua so deppat, weu i sea auf di schde
kumm, jetz beruhig di, und schdegg ei dein feidl
i wett um a gulasch: du hosd goa kan beidl!

naa! na, bei an golasch, do foid ma glei olas owe
i wett um a haße und daun mochsd die gowü
i wett um a haße mid an siaßn und gree
waunsd mid mia pudasd daun kaunsd drei tog ned geh

geh wü i eh ned, i schde mea aufs liegn
und i wett das das rean kumd vua glick in mia drin

i wett du wiasd gwietschn das d´fenstascheibm schbringan
ned aufhean wiasd schrein und die engaln wean singan

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i kenn kane engaln und i hob kane scheibm
owa soitat i quietschn daun kaunsd geh oda bleibm
und de drei oidn saubean, deine hawra, de noan
de vawaundl i zruck in de drecksei de s´ woan

ois guad und schee, nua wea mocht die schürie?
i schüria di und genauso du mi
aha, no is recht, no owa waun i valia?
daun kumsd auf mei listn unta schded ned dafia

chor:
so haben die beiden sich glicklitsch vereint
die kirke hat gwietscht und odysseus hat gweint
doch nach eine jahr von die haltlose treiben
war den odysseus kein längare bleiben

die kirke versaubert´ die hawra zurick
und sie sogen gemeinsam dem schiff mit an strick
hinaus auf die meer und dann stiegen sie ein
die wind bläht´ die segel und olles wor fein

bei strand steht die kirke und schreit noch: ahoi!
auf schiff steht odysseus und wand noch amoi

solo:
daun san ma di hawra da reih noch grebiat
i hob mi vagoglt und glei wieda vaiat ...
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