des kaun wos wean I
w.v.wizlsperger / conradin kreutzer

an bekauntn meina schwägarin, den marco blahowecz
den hod sei chef vor knop zwa joa, in außndienst vasezzd
jezz gurkt a mid sein blasdiggschia, von gmünd bis noch höflein
|ea leit bei jeda tia brav au, und daun haßds: danke, nein!

erst letztes joa im fruajoa woas, i glaub fost es woa mai
do kumd a zu an haus im woid, hod des
blasdiggschia dabei
ea klingelt und hod iagandwie vo haus aus a guads gfüh
zwa zwergaln huschn schnö voabei, da woid is woam und schdü

daun geht a scho di haustia auf, grod wie von geisterhaund
eine macht dsiagt eam ins zimma 'nein – vielleicht da hausvaschdaund
doch was sich drinnen ihm entdeckt, hätt er sich nie erträumt:
ein mädel deren zarte haut kein kleiderstoff nicht säumt
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wie ein blitz durchzuckt es marcos hirn: nau, das fräulein is jo noggd!
fost hätt a glei gaunz routiniert sei
blasdiggschia ausboggd
doch sie schdroid eam au gaunz himmelblau, daun legts a scheidl noch
diese aussicht meuchelt di routin, da blahowecz wiad schwoch

dem marco wiad kuaz schwoaz vua d'augn, drauf glei gaunz woam und weiß die woidfee drückt ihn fest an sich, des feia knistat leis
sie sogt sie woat scho d' längste zeit, auf so an so wia eam
daun greifts eam, i sog ned wo hi, nau des kaun wos wean
daun greifts eam, wisdsas e wo hi, jo, des kaun wos wean
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