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scherzerade
Yoshie Maruoka

role

 

A Höd is a Schiggsoi
off 2003-2 Extraplatte ©2002

mit Yoshie Maruoka & Martin Zrost

Spielzeit: Atemberaubende 52' und 13''

Neun ausgewählte Aventüren des irrfahrenden Odysseus (Held) werden mit allen dem Kollegium zur Verfügung stehenden Mitteln erzählt und auf die Höhe unserer Zeit hinunterdramatisiert. Fragen der Ernährung (essen & trinken), der sexuellen Über- und Unterforderung, von Ehe und Besitz, Kränkung und Rache, des Heim- und Fortkommens sowie der Aktienanlage und der Kriegsgeilheit werden in lyrischer Dialektik (einer Simmeringer Abart der Wiener Mundart) gestellt und kurz darauf in zeitgemäßer Form (Polka, Walza, Gschdanzl) beantwortet. Nur in den von Yoshie Maruoka gesprochenen verbindenden Worten kommt der Hexameter zu seinen ersessenen Rechten. Das jugendlich-wilde Klarinettenspiel Martin Zrosts altert schnell und findet – wie alles in der Welt der Musik – mit dem letzten Ton sein tragikomisches Ende. Querbratende, ränkesüchtige Göttinnen und rachedurstige, betrunkene Götter werden nicht zur Sprache gebracht ...

presse:

«A Höd is a Schiggsoi» ist ein Textbezogenes Konzeptalbum mit unterschiedlich musikalischen Ausführungen, entstanden aufgrund zweier Aufführungen im Auftrag vom GrabenFest der ÖBV 2001. Das Thema: Die Odyssee von Homer, die auch tatsächlich in Auszügen gesprochener Weise darauf zu hören ist, eingeflochten zwischen dem Kalksburgschen Musikjargon, also einer extraordinären Melange aus Schrammelligem, Jazzigem, Avantgardistischem, Humorigem, Wehmütigem, Traurigem, Blödelndem. Poesie. Zudem zutiefst österreichisch: Perfekt unperfekt, aus dem Herzen anarchisch und mit immensen Gefühlen beseelt. «A Höd is a Schiggsoi» ist eine weitere, essentielle Momentaufnahme des Trios, das, wie es scheint, machen kann, was es will. Heraus kommt immer unberechenbar große Kunst. Sie, sozusagen, thronen, irgend jemand muss ja auf dem Thron sitzen, auf einem Level, von dem viele andere Bands nur träumen können. Möge die Unbeirrbarkeit der Kalksburg-Existentialisten noch lange fortgesetzt werden.
Manfred Horak jazzzeit.at

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